Sprache und Verantwortung finden: Dialogwerkstatt diskutiert komplexe Rolle von Männern* bei ungeplanten Schwangerschaften.
ine Schwangerschaft entsteht durch zwei Menschen – in der öffentlichen Debatte wird aber meist nur die Entscheidung der ungeplant Schwangeren thematisiert. Dass auch Erzeuger* in diesem Entscheidungsprozess eine wichtige Rolle spielen, zeigte die jüngste und letzte Sitzung der Dialogwerkstatt Schwangerschaftsabbruch.
Dialogwerkstatt problematisiert strukturellen Rassismus in der Beratung und Versorgung ungewollt Schwangerer
Wer eine Schwangerschaft in Deutschland straffrei abbrechen will, muss meistens zuvor in eine verpflichtende Beratung. Doch was passiert, wenn kein Zugang zur Beratung besteht? Dass insbesondere marginalisierte Personen auf dem Weg zu einem Abbruch vor zusätzlichen Herausforderungen stehen, machte die vierte Sitzung der Dialogwerkstatt Schwangerschaftsabbruch deutlich.
Gut beraten? Dialogwerkstatt Schwangerschaftsabbruch übt Kritik am Status Quo der Schwangerschafts-konfliktberatung und fordert sicheren und inklusiven Zugang.
Nahezu alle in Deutschland gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche werden nach der „Beratungsregelung“ vorgenommen. Demnach muss im frühen Stadium der Schwangerschaft eine Pflichtberatung wahrgenommen werden, wenn ein straffreier Abbruch nach
§ 218a StGB erfolgen soll. Doch welchen Zweck erfüllt diese Beratung in der Praxis und welche Defizite weist sie womöglich auf?
Unentscheidbare Entscheidungen? Dialogwerkstatt Schwangerschaftsabbruch thematisiert fehlendes Handlungswissen bei Pränataldiagnostik.
Wie entscheiden sich Schwangere, wenn eine mögliche Behinderung ihres Fötus festgestellt wird – und wie können sie in ihrer Entscheidung gut beraten werden? Möglichkeiten und Grenzen von Pränataldiagnostik (PND) und entsprechender Beratung standen im Fokus der zweiten Sitzung der Dialogwerkstatt Schwangerschaftsabbruch.
Dialogwerkstatt Schwangerschaftsabbruch tritt an die Öffentlichkeit: Akteur*innen aus der Praxis eröffnen einen Gesprächsraum für vielfältige Perspektiven auf Abbrüche.
Die 18 Teilnehmenden der vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. durchgeführten Dialogwerkstatt stellen sich heute nach sechsmonatiger Zusammenarbeit vor. Sie zeigen: Der Dialog zu Schwangerschaftsabbrüchen kann auch zwischen unterschiedlichen Positionen gelingen.